| Ρусский English The Shukhov Tower Foundation | |||||||
News:23 Oct Yesterday the “Shukhov Tower” Foundation for the development of science, culture and art together with the Moscow department of the Union of artists of Russia and the Moscow Nobility Assembly held a press-conference devoted to the 175th anniversary of the Great Russian Maecenas Yuriy Stepanovich Nechaev-Maltsov (1834-1913), preservation of his heritage, renaming and restoring of the Museum of Fine Arts (now GMII after A.S. Pushkin) granted by him to Russia.
29 Jul It is necessary to rescue the world’s first hyperboloid tower! The Shukhov tower in Polibino, Dankovskiy area in Lipetsk region is the only one preserved of the world’s first steel lattice shells invented and constructed according to the projects of V.G. Shukhov for the 1896 All Russian industrial and art exhibition in Nizhniy Novgorod. The “Shukhov Tower” Foundation urges you to make a donation for the anti-breakdown repair of the world’s first hyperboloid lattice tower!
17 Feb On April 12, 1961 Yuri Alekseevich Gagarin made the world’s first flight of a man to space and became the first cosmonaut of the planet of Earth. Two years prior to the 50th anniversary of this great event it makes sense to carry out preparation of a PR-campaign reminding the world community about the flight of Yu. A. Gagarin. First of all, there must be made an advanced Internet portal about the preparation and the execution of the first space flight. It is necessary to prepare the publication of the multilingual photo albums and to make a high-class documentary.
04 Feb The exhibition “The first engineer of Russia” dedicated to the remembrance of Vladimir Grigorievich Shukhov opened in the State central museum of modern history of Russia yesterday. The opening of the exhibition was attended by Alexander Sergeevich Dzasokhov, chairman of the RF Federation Council Commission for culture, Felix Leonidovich Chernousko, Irina Georgievna Goryacheva, Robert Veniaminovich Goldshtein, the RAN academicians, Igor Andreevich Beketov, general director of the “LUKOIL” welfare fund”, Vladimir Fyodorovich Shukhov, president of the “Shukhov Tower” Foundation.
29 Dec The project “Mosconstruct” 2008-2009 of the Rome University “La Sapienza” and the Moscow architectural institute (MARHI) has been backed by the European commission. It is aimed at the protection of the Moscow monuments of architecture of the 1920s – early 1930s. A special attention of the authors of the project is drawn to the site development around the radio tower of the outstanding Russian engineer Vladimir Grigorievich Shukhov in Shabolovka. It is necessary to put this work of a genius in order and to turn the surrounding territory into an architecturally sensible recreational-tourist complex.
20 Dec There have been 130 years since the startup of the first Russian oil pipeline. In the autumn-winter of 1878 the 8,5 verst oil pipeline with a throughput capacity of 80 thousand pood of oil a day was built on the Apsheron peninsula for the Nobel brothers’ oil company in accordance with the Vladimir Grigorievich Shukhov’s project. The oil pipeline connected the Balakhanskoe oilfield with the Nobels’ refinery located in the so-called Chyornyi gorod in the outskirts of Baku.
14 Dec The upper trade lines (GUM) on the Red Square of Moscow have turned 115. The building of GUM is the architectural monument of the federal significance. The authors of the Upper trade lines are the Great architects Alexander Nikanorovich Pomerantsev and Vladimir Grigorievich Shukhov.
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![]() Vladimir Suchov Vladimir Grigorevic Suchov war einer der herausra- genden Konstrukteure des ausgehenden 19. und des frühen 20.Jahrhunderts und gilt bis heute als einer der bedeutendsten Ingenieure Russlands und der Sowjet- union. Obwohl Suchov neben Gustave Eiffel, Robert Maillart oder Eugène Freyssinet ein führender Wegbe- reiter der modernen Baukonstruktion und einer neuen Synthese von Ingenieurkonstruktion und Architektur war, ist sein Werk im Westen bisher kaum bekannt. Suchov war ein Meister der Kunst, sparsam, mit gerings- tem Aufwand an Material und Kosten zu konstruieren. Seine Hängedächer, Bogenkonstruktionen, Gitterscha- len und Gittertürme in Form von Hyperboloiden waren neuartige Lösungen, die durch eine bis dahin unerreich- bare Leichtigkeit, durch die Einfachheit und Eleganz der Konstruktion und durch die ungewohnte, kühne Form- gebung seinerzeit Bewunderung hervorriefen. Sie stellen einen Abschluss und Höhepunkt in der Entwicklung der eisernen Baukonstruktionen des 19.Jahrhunderts dar und nahmen künftige Entwicklungen vorweg. Vladimir Suchov wurde 1853 in Grajvoron, einer Klein- stadt südwestlich von Moskau, geboren. Ab 1871 stu- dierte er am Polytechnikum in Moskau, dessen Beson- derheit eine enge Verbindung von theoretischem und praktischem Unterricht war. Bestandteil war beispiels- weise eine gründliche handwerkliche Ausbildung in verschiedenen Werkstätten. Aserbaidschan Nach einer (vom Polytechnikum als Diplomauszeich- nung offerierten) Amerikareise, auf der er unter anderem die Weltausstellung in Philadelphia besuchte, arbeitete Suchov als Planer von Lokomotivhallen in Petersburg. Nach zwei Jahren zog er 1878 in die russische Kolonie Aserbaidschan. Die noch unterentwickelte Region befand sich im Aufbruch, man hatte eben mit der Erschliessung der reichen Erdöllager begonnen. Im Auf- trag der Firma Bari, mit dessen Besitzer Aleksandr V. Bari sich über die nächsten 30 Jahre eine überaus fruchtbare Zusammenarbeit ergab, baute Suchov Pipelines, Raffine- rieanlagen und spezielle, für die Flussschifffahrt geeig- nete Tankschiffe. Er entwickelte verschiedene Pumpen, erfand das Kracken des Erdöls (!) sowie einen neuartigen eisernen Erdöltank, der zu einem ersten Erfolgsprodukt der Firma werden sollte bis 1917 wurden davon über 20000 Stück hergestellt und verkauft. Anstelle der übli- chen rechteckigen, schweren Blechbehälter hatte Suchov mit dünnen Böden und abgestuften Wanddicken ausge- stattete und auf einem Sandbett gelagerte Tanks vorge- schlagen. Damit gelang es ihm, den Materialaufwand drastisch zu senken, die Bauweise wird im Prinzip bis heute verwendet. Wie bei allen Projekten bedachte Suchov auch hier bereits zu Beginn neben der Material- effizienz auch die Möglichkeiten zur Kostensenkung durch Bauteil-Standardisierung. ![]() Bruecken und Daecher Nach etwa 1890 wandte sich Suchov, nach wie vor in Diensten der Firma Bari, neuen Aufgaben zu. 1892 baute er seine erste Eisenbahnbrücke, und in den nächsten Jahren entstanden unter seiner Leitung 417 Brücken für verschiedene Bahnlinien. Zur Bewältigung dieser Menge ging Suchov abermals den Weg der Stan- dardisierung. Die in Russland herrschende Eisenknapp- heit erforderte besonders leichte, materialsparende Konstruktionen. Ganze Brückenträger wurden an den Flussufern seriell gefertigt und im Winter über Holz- gerüste, die auf dem Eis standen, nacheinander in Posi- tion gezogen (Bild 4). Gleichzeitig mit dem Brückenbau begann Suchov, Dachkonstruktionen zu entwickeln. Sein Ziel war, Konstruktionssysteme zu finden, die mit minimalem Aufwand an Material, Arbeit und Zeit herzustellen waren. Am Anfang standen, wie häufig, grundsätzliche Überlegungen zu prinzipiell möglichen Lösungen und die rechnerische Analyse vorhandener Beispiele. In nur wenigen Jahren gelang Suchov die Erfindung und Rea- lisierung verschiedener Dachkonstruktionen von derart grundlegender Neuheit, dass allein diese Leistung ihm schon einen besonderen Rang unter den Bauingenieu- ren seiner Zeit gesichert hätte. 1895 meldete Suchov seine Netzdächer zum Patent an. Dabei handelte es sich um Netze und Gitter aus Band- und Winkeleisen mit rautenförmigen Maschen. Er bil- dete Hängedächer erstmals als Flächentragwerke aus, eine Bauweise, die erst Jahrzehnte später wieder ange- wendet werden sollte. Nach ersten Versuchsbauten wur- den diese Dachkonstruktionen 1896, bei der allrussi- schen Ausstellung in Niznij Novgorod, zum ersten Mal der öffentlichkeit vorgestellt. Die Firma Bari baute ins- gesamt acht Ausstellungshallen. Vier von ihnen waren mit Hängedächern (Bild 5), vier mit tonnenförmigen Gitterschalen überdacht. ![]() Die Gittertuerme An derselben Ausstellung wurde ein Wasserturm er- stellt, bei dem Suchov sein Netzwerk auf eine vertikale Gitterkonstruktion übertrug. Mit geraden, schräg gestellten Stäben konnte eine räumlich gekrümmte Git- terfläche erzeugt werden das Hyperboloid. Für die Stäbe verwendete Suchov Winkeleisen, die an den Kreuzungspunkten vernietet wurden. Die Aussteifung des Gitters übernahmen an der Innenseite befestigte, horizontale Ringe. Das ergab eine leichte, steife Turm- konstruktion, die einfach und elegant berechnet und hergestellt werden konnte. Diese Erfindung hatte sich Suchov noch kurz vor der Ausstellung in Niznij Novgorod patentieren lassen, und sie wurde für die Firma Bari zu einem grossen geschäftlichen Erfolg. Die beschleunigte Industrialisie- rung bewirkte einen sprunghaften Anstieg der Nachfra- ge nach Wassertürmen, und die Suchov schen Modelle waren wegen der einfachen Konstruktion und des geringen Stahlverbrauchs nur etwa halb so teuer wie vergleichbare Systeme. Suchov entwarf hunderte von Türmen und führte teilweise auch typisierte Elemente ein. Trotzdem nutzte er mit offensichtlichem Vergnü- gen die Eigenschaft des Hyperboloids, durch Änderung beispielsweise der Schrägstellung der Stäbe Formvarian- ten zu erzeugen (Bilder 3). Auch um die Gestaltung der normalerweise innen liegenden Treppenaufgänge küm- merte sich Suchov mit aller Sorgfalt. ![]() Vom Chefingenieur zum Firmenleiter Nach der Russischen Revolution von 1917/18 emig-
rierten Baris Erben (der Firmengründer selbst war 1913
gestorben) nach Amerika, und die Firma wurde ver-
staatlicht. Die Arbeiter wählten den nun 61-jährigen
Chefingenieur Suchov zum neuen Firmenleiter.
Nachdem in den ersten Jahren vor allem Wiederaufbau-
arbeiten geleistet werden mussten, erhielt Suchov schon
bald nach der Gründung der Sowjetunion einen seiner
grössten Aufträge: die Errichtung eines 350m hohen
Sendeturms der Komintern-Radiostation Sabolovka in
Moskau. 1919 legte Suchov Entwurf und Berechnungen
für einen Turm vor, der trotz grösserer Höhe als der 1899
gebaute Eiffelturm lediglich einen Viertel von dessen
Stahlmenge erfordert hätte. Da aber in Moskau zu der
Zeit selbst diese 2200t nicht verfügbar waren, unter-
schrieb Lenin im Sommer schliesslich eine Verfügung
zum Bau einer 150m hohen Version. Der Turm war eine
Weiterentwicklung der Wassertörme und bestand aus
sechs öbereinander gestellten Hyperboloiden (Bild 2).
Die Basen der einzelnen «Stockwerke» wurden durch
biegesteife Ringe gebildet. Diese Konstruktion ermög-
lichte öberdies ein verblöffend einfaches Bauverfahren.
Innerhalb des untersten Turmteils wurde das jeweils
nächste Segment am Boden zusammengebaut und
anschliessend mithilfe von fönf einfachen Holzkränen
in die Höhe gezogen (Bilder 6 und 7). Der Bau des
Turms löste im jungen Staat grosse Begeisterung aus.
Suchov hatte Berechnungen angestellt, dass mit drei
Sendetörmen der ursprönglich vorgesehenen Höhe die
ganze Sowjetrepublik hätte abgedeckt werden können.
Es blieb allerdings beim Bau des einen, verkleinerten
Turms (dieser aber steht noch heute). Daniel Engler
Institut fuer Baugeschichte und Denkmalpflege, Prof. Dr. Rainer Graefe |
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