| Ρусский English The Shukhov Tower Foundation | |||||||
News:09 Oct On October 8 at the joint sitting of the Moscow City Duma commissions the deputies considered the issue of the Shukhov tower restoration.
25 Sep The restoration of the first Shukhov’s tower – the unique steel diagrid hyperboloid structure — has begun in the manor Polibino-Storozhevoe located in the Dankovsky district of the Lipetsk region. In 1896 Vladimir Grigorievich Shukhov was the first who introduced into architecture the form of hyperboloid, which later was used by Antoni Gaudi, Le Corbusier, Oscar Niemeyer and other architects. Shukhov’s Polibino tower is also the first steel load-carrying diagrid shell – the similar load-carrying diagrid structures is the main shape-generating means of the high-tech architecture and avant-garde in the XXI century.
01 Aug The ArcelorMittal Orbit is the first public artwork by Anish Kapoor to be lit. Arup’s lighting team has worked closely with Kapoor and Cecil Balmond to create a lighting scheme that will highlight the sculpture’s complex geometric form. The feature lighting scheme encourages visitors into the Park and the ArcelorMittal Orbit by creating a “must see” element to the sculpture at night. The scheme will play an integral part in the lighting and atmosphere of the Olympic Games with the sculpture lit up in a variety of modes for different events and times of day. Beyond The Games, visitors will also experience the metaphor of an orbit after dark; using light to unravel the sculpture’s convoluted form and to grasp its dynamic shape. Arup Lighting Director Florence Lam refers to their approach as using “dark light”.
20 Mar TV "Russia Today", 20.03.2011: One of Moscow's most eye-catching landmarks, the Shukhov Television Tower is celebrating 90 years since its construction. RT has climbed on top of the engineering marvel that nearly a century later remains at the forefront of architecture.
19 Mar Shukhov Tower in Moscow 90 years
16 Mar Shukhov Tower by Shabolovskaya metro station will be 90 years old on March 19 and it has never undergone a serious restoration. For more than 20 years, the radio tower has not been protected from corrosion, and it is clearly visible, and unless something is done urgently, Russia could lose one of its unique monuments, said the president of the Shukhovskaya Tower Fund, Vladimir Shukhov, the architect’s great-grandson.
04 Dec Le président de la Fondation de la Tour Choukhov, Vladimir Choukhov, a visité République du Mali avec une visite amicale pendant la période de 19 novembre à 2 décembre. http://en.wikipedia.org/wiki/Mali.
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![]() Vladimir Suchov Vladimir Grigorevic Suchov war einer der herausra- genden Konstrukteure des ausgehenden 19. und des frühen 20.Jahrhunderts und gilt bis heute als einer der bedeutendsten Ingenieure Russlands und der Sowjet- union. Obwohl Suchov neben Gustave Eiffel, Robert Maillart oder Eugène Freyssinet ein führender Wegbe- reiter der modernen Baukonstruktion und einer neuen Synthese von Ingenieurkonstruktion und Architektur war, ist sein Werk im Westen bisher kaum bekannt. Suchov war ein Meister der Kunst, sparsam, mit gerings- tem Aufwand an Material und Kosten zu konstruieren. Seine Hängedächer, Bogenkonstruktionen, Gitterscha- len und Gittertürme in Form von Hyperboloiden waren neuartige Lösungen, die durch eine bis dahin unerreich- bare Leichtigkeit, durch die Einfachheit und Eleganz der Konstruktion und durch die ungewohnte, kühne Form- gebung seinerzeit Bewunderung hervorriefen. Sie stellen einen Abschluss und Höhepunkt in der Entwicklung der eisernen Baukonstruktionen des 19.Jahrhunderts dar und nahmen künftige Entwicklungen vorweg. Vladimir Suchov wurde 1853 in Grajvoron, einer Klein- stadt südwestlich von Moskau, geboren. Ab 1871 stu- dierte er am Polytechnikum in Moskau, dessen Beson- derheit eine enge Verbindung von theoretischem und praktischem Unterricht war. Bestandteil war beispiels- weise eine gründliche handwerkliche Ausbildung in verschiedenen Werkstätten. Aserbaidschan Nach einer (vom Polytechnikum als Diplomauszeich- nung offerierten) Amerikareise, auf der er unter anderem die Weltausstellung in Philadelphia besuchte, arbeitete Suchov als Planer von Lokomotivhallen in Petersburg. Nach zwei Jahren zog er 1878 in die russische Kolonie Aserbaidschan. Die noch unterentwickelte Region befand sich im Aufbruch, man hatte eben mit der Erschliessung der reichen Erdöllager begonnen. Im Auf- trag der Firma Bari, mit dessen Besitzer Aleksandr V. Bari sich über die nächsten 30 Jahre eine überaus fruchtbare Zusammenarbeit ergab, baute Suchov Pipelines, Raffine- rieanlagen und spezielle, für die Flussschifffahrt geeig- nete Tankschiffe. Er entwickelte verschiedene Pumpen, erfand das Kracken des Erdöls (!) sowie einen neuartigen eisernen Erdöltank, der zu einem ersten Erfolgsprodukt der Firma werden sollte bis 1917 wurden davon über 20000 Stück hergestellt und verkauft. Anstelle der übli- chen rechteckigen, schweren Blechbehälter hatte Suchov mit dünnen Böden und abgestuften Wanddicken ausge- stattete und auf einem Sandbett gelagerte Tanks vorge- schlagen. Damit gelang es ihm, den Materialaufwand drastisch zu senken, die Bauweise wird im Prinzip bis heute verwendet. Wie bei allen Projekten bedachte Suchov auch hier bereits zu Beginn neben der Material- effizienz auch die Möglichkeiten zur Kostensenkung durch Bauteil-Standardisierung. ![]() Bruecken und Daecher Nach etwa 1890 wandte sich Suchov, nach wie vor in Diensten der Firma Bari, neuen Aufgaben zu. 1892 baute er seine erste Eisenbahnbrücke, und in den nächsten Jahren entstanden unter seiner Leitung 417 Brücken für verschiedene Bahnlinien. Zur Bewältigung dieser Menge ging Suchov abermals den Weg der Stan- dardisierung. Die in Russland herrschende Eisenknapp- heit erforderte besonders leichte, materialsparende Konstruktionen. Ganze Brückenträger wurden an den Flussufern seriell gefertigt und im Winter über Holz- gerüste, die auf dem Eis standen, nacheinander in Posi- tion gezogen (Bild 4). Gleichzeitig mit dem Brückenbau begann Suchov, Dachkonstruktionen zu entwickeln. Sein Ziel war, Konstruktionssysteme zu finden, die mit minimalem Aufwand an Material, Arbeit und Zeit herzustellen waren. Am Anfang standen, wie häufig, grundsätzliche Überlegungen zu prinzipiell möglichen Lösungen und die rechnerische Analyse vorhandener Beispiele. In nur wenigen Jahren gelang Suchov die Erfindung und Rea- lisierung verschiedener Dachkonstruktionen von derart grundlegender Neuheit, dass allein diese Leistung ihm schon einen besonderen Rang unter den Bauingenieu- ren seiner Zeit gesichert hätte. 1895 meldete Suchov seine Netzdächer zum Patent an. Dabei handelte es sich um Netze und Gitter aus Band- und Winkeleisen mit rautenförmigen Maschen. Er bil- dete Hängedächer erstmals als Flächentragwerke aus, eine Bauweise, die erst Jahrzehnte später wieder ange- wendet werden sollte. Nach ersten Versuchsbauten wur- den diese Dachkonstruktionen 1896, bei der allrussi- schen Ausstellung in Niznij Novgorod, zum ersten Mal der öffentlichkeit vorgestellt. Die Firma Bari baute ins- gesamt acht Ausstellungshallen. Vier von ihnen waren mit Hängedächern (Bild 5), vier mit tonnenförmigen Gitterschalen überdacht. ![]() Die Gittertuerme An derselben Ausstellung wurde ein Wasserturm er- stellt, bei dem Suchov sein Netzwerk auf eine vertikale Gitterkonstruktion übertrug. Mit geraden, schräg gestellten Stäben konnte eine räumlich gekrümmte Git- terfläche erzeugt werden das Hyperboloid. Für die Stäbe verwendete Suchov Winkeleisen, die an den Kreuzungspunkten vernietet wurden. Die Aussteifung des Gitters übernahmen an der Innenseite befestigte, horizontale Ringe. Das ergab eine leichte, steife Turm- konstruktion, die einfach und elegant berechnet und hergestellt werden konnte. Diese Erfindung hatte sich Suchov noch kurz vor der Ausstellung in Niznij Novgorod patentieren lassen, und sie wurde für die Firma Bari zu einem grossen geschäftlichen Erfolg. Die beschleunigte Industrialisie- rung bewirkte einen sprunghaften Anstieg der Nachfra- ge nach Wassertürmen, und die Suchov schen Modelle waren wegen der einfachen Konstruktion und des geringen Stahlverbrauchs nur etwa halb so teuer wie vergleichbare Systeme. Suchov entwarf hunderte von Türmen und führte teilweise auch typisierte Elemente ein. Trotzdem nutzte er mit offensichtlichem Vergnü- gen die Eigenschaft des Hyperboloids, durch Änderung beispielsweise der Schrägstellung der Stäbe Formvarian- ten zu erzeugen (Bilder 3). Auch um die Gestaltung der normalerweise innen liegenden Treppenaufgänge küm- merte sich Suchov mit aller Sorgfalt. ![]() Vom Chefingenieur zum Firmenleiter Nach der Russischen Revolution von 1917/18 emig-
rierten Baris Erben (der Firmengründer selbst war 1913
gestorben) nach Amerika, und die Firma wurde ver-
staatlicht. Die Arbeiter wählten den nun 61-jährigen
Chefingenieur Suchov zum neuen Firmenleiter.
Nachdem in den ersten Jahren vor allem Wiederaufbau-
arbeiten geleistet werden mussten, erhielt Suchov schon
bald nach der Gründung der Sowjetunion einen seiner
grössten Aufträge: die Errichtung eines 350m hohen
Sendeturms der Komintern-Radiostation Sabolovka in
Moskau. 1919 legte Suchov Entwurf und Berechnungen
für einen Turm vor, der trotz grösserer Höhe als der 1899
gebaute Eiffelturm lediglich einen Viertel von dessen
Stahlmenge erfordert hätte. Da aber in Moskau zu der
Zeit selbst diese 2200t nicht verfügbar waren, unter-
schrieb Lenin im Sommer schliesslich eine Verfügung
zum Bau einer 150m hohen Version. Der Turm war eine
Weiterentwicklung der Wassertörme und bestand aus
sechs öbereinander gestellten Hyperboloiden (Bild 2).
Die Basen der einzelnen «Stockwerke» wurden durch
biegesteife Ringe gebildet. Diese Konstruktion ermög-
lichte öberdies ein verblöffend einfaches Bauverfahren.
Innerhalb des untersten Turmteils wurde das jeweils
nächste Segment am Boden zusammengebaut und
anschliessend mithilfe von fönf einfachen Holzkränen
in die Höhe gezogen (Bilder 6 und 7). Der Bau des
Turms löste im jungen Staat grosse Begeisterung aus.
Suchov hatte Berechnungen angestellt, dass mit drei
Sendetörmen der ursprönglich vorgesehenen Höhe die
ganze Sowjetrepublik hätte abgedeckt werden können.
Es blieb allerdings beim Bau des einen, verkleinerten
Turms (dieser aber steht noch heute). Daniel Engler
Institut fuer Baugeschichte und Denkmalpflege, Prof. Dr. Rainer Graefe |
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